Kooperation der Initiative NEUE PFADE mit der Arena Vertikal Kletterhalle

Wir von der Initiative NEUE PFADE fahren einmal im Monat, quasi als Belohnung für unsere Arbeit, in die Arena Vertikal in Spich.

Als Teilnehmer*innen bei NEUE PFADE haben wir die verschiedensten persönlichen Hintergründe, aber uns alle verbindet der Wiedereinstieg ins Berufsleben mithilfe der Initiative.

Unser Arbeitsalltag bei NEUE PFADE besteht aus verschiedenen gemeinnützigen Projekten, die wir in der Stadt Rheinbach und den linksrheinischen Gemeinden umsetzen.

Einmal im Monat haben wir die Gelegenheit unserem beruflichen Alltag in der Arena Vertikal zu entfliehen. Einige Tage vor dem Ausflug wird eine Teilnahmeliste ausgehangen. Kurz, nachdem die Liste aufgehangen wurde, bildet sich schnell eine Schlange vor dem schwarzen Brett. Der Andrang ist immer groß. Am eigentlichen Klettertag gehen wir Teilnehmer*innen zuerst einkaufen. Brötchen, Wasser und Obst – für alles ist gesorgt. Nachdem wir die Lunchpakete vorbereitet haben, geht es los. Nach einer kurzen Autofahrt sind wir auch schon an der Arena Vertikal.

Dort angekommen werden wir freundlich begrüßt, das Personal kennt uns bereits. Jeder bekommt einen Klettergurt und ein passendes Paar Kletterschuhe, zudem werden Sicherungsgeräte, wie Karabiner und Tuber verteilt. Aufgrund der Regelmäßigkeit unserer Besuche in der Arena Vertikal, kommt man uns sowohl beim Material als auch preislich entgegen. Darüber freuen wir uns sehr, denn dieses Entgegenkommen macht es uns erst möglich so regelmäßig klettern zu gehen.

Klettergruppe der Initiative Neue Pfade in der Arena Vertikal Kletterhalle

Bei Teilnehmer*innen die zum ersten Mal klettern ist an diesem Punkt die Verwunderung stets groß: Die Kletterschuhe wirken viel zu klein und sind unbequem, jedoch klärt Frau Schmitt schnell auf, dass dies gewollt ist. Durch die kleinen Kletterschuhe wird der Fuß stabilisiert. Die Belastung beim Klettern sollte idealerweise auf der Zehenspitze des großen Zehs liegen, daher ist der vordere Teil des Schuhs verstärkt und verengt.

Nachdem wir uns umgezogen haben, gibt es, bevor wir klettern dürfen, erst einmal eine Sicherheitseinweisung von Frau Schmitt. Dabei erklärt sie uns, wie wir den Klettergurt richtig anziehen, wie wir uns einbinden und gegenseitig sichern können. Aber auch wie man sich in der Kletterhalle verhält, was man darf, was nicht und wo Gefahrenquellen liegen.

Bevor es an die großen Wände geht, müssen wir erst unser eben erlerntes Wissen unter Beweis stellen. An den neun Meter hohen Wänden sichern wir zu dritt. Einer klettert, einer sichert mit dem Sicherungsgerät und der Dritte macht Knoten in das Seil, um so ggf. einen Sturz abzufangen. Dabei schaut Frau Schmitt uns zunächst über die Schulter, bis wir sicher mit dem Material umgehen können.

Sobald wir alle sicher sind, geht es an die großen 14 Meter Wände. Spätestens dort spürt auch der Letzte, dass klettern nicht nur Kraft, sondern auch Kondition und Technik verlangt. Und die meisten begehen den typischen Anfängerfehler, die Kraft aus den Armen zu nehmen anstatt aus den Beinen.

Wichtig ist uns, dass wir keinen Druck auf die verschiedenen Mitteilnehmer*innen ausüben, jeder klettert in seinem Tempo und seinem Schwierigkeitsgrad. Spaß und Sicherheit stehen im Vordergrund.

Um das Klettern ein bisschen bunt zu gestalten, gibt es nach einer kurzen Mittagspause immer ein paar Boulder- und Kletterspiele, die Frau Schmitt für uns vorbereitet. Das kann heißen, dass die Füße von zwei Teilnehmer*innen zusammengebunden werden, oder auch eine besonders schwierige Strecke von links nach rechts zu klettern.

Aufgrund der vielen Möglichkeiten, die uns die Arena Vertikal bietet, gibt es für jeden Teilnehmer*innen die passende Herausforderung, denn es gibt nicht nur viele verschiedene Kletterrouten, sondern auch einen Boulderfelsen und eine Strickleiter. Und für die geübteren auch mehrere Vorstiegrouten.

Durch diese verschiedenen Herausforderungen stellen wir Teilnehmer*innen auch fest, dass klettern viel mehr sein kann als bloßer Kraftaufwand. Manche entdecken so ein neues Hobby und gehen privat regelmäßig klettern. Andere können durch das Klettern ihre Höhenangst überwinden, oder dadurch, dass sie eine schwere Route geschafft haben erleben, dass viele Herausforderungen schaffbar sind, und nicht so unüberwindbar sind, wie sie erscheinen.

Und jeder freut sich über ein Erfolgserlebnis.

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich beim Arena Vertikal-Team und bei der Leitung NEUE PFADE bedanken, dass sie uns diese wirklich tolle Möglichkeit bieten.

Viel Spaß hatten
NEUE PFADE

Christian, Dennis, Manuel